|
Hans Christian Andersen
|
Lebenslauf, Texte und Bilder des Schriftstellers
|
|
Hans Christian Andersen in Weimar |
|
|
|
|
Geschrieben von: Elke Minwegen
|
|
Dienstag, den 05. Januar 2010 um 13:03 Uhr |
Auf den Spuren von Hans Christian Andersen...
Weimar ist vielen als Kulturstadt Europas und Wohn- und Wirkungsort von Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller bekannt. Viele Dichter und Denker zog es diese Stadt. Das auch Hans Christian Andersen diese Stadt gut kannte und ab 1844 mehrmals bereiste, zeigt eine Gedenktafel gegenüber dem Weimarer Stadtschloss, ganz in der Nähe der Anna-Amalia-Bibliothek, die wir bei einem Spaziergang während eines Aufenthaltes zufällig entdeckten.
  
|
|
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 09. Januar 2010 um 13:40 Uhr |
|
Briefmarke zum 200. Geburtstag von Andersen |
|
|
|
|
Geschrieben von: Angela Weber
|
|
Mittwoch, den 23. September 2009 um 23:21 Uhr |
Briefmarke zum 200. Geburtstag von Hans-Christian-Andersen
Briefmarke der Deutschen Post AG zum 200. Geburtstag von Hans Christian AndersenBucheinband mit Märchenfiguren©; Hintergrundmotiv: Will Bradley: His Graphic Art, Dover Verlag, New York, 1974 |
|
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. September 2009 um 21:55 Uhr |
|
Das Leben des Hans-Christian-Andersen |
|
|
|
|
Geschrieben von: Angela Weber
|
|
Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 17:18 Uhr |

Jugend und Ausbildung
Hans Christian Andersen wurde als Sohn des verarmten Schuhmachers Hans
Andersen (1782–1816) und der alkoholkranken Wäscherin Anne Marie
Andersdatter (ca. 1775–1833) geboren[1]. Nach dem Tod seines Vaters
ging er mit 14 Jahren nach Kopenhagen und bemühte sich, dort als
Schauspieler zum Theater zu kommen. Nachdem ihm das jedoch nicht
gelang, versuchte er sich ebenso vergeblich als Sänger und verfasste
schon erste kleine Gedichte. Schließlich nahm ihn Konferenzrat Jonas
Collin, der damalige Direktor des Königlichen Theater Kopenhagen
(Kongelige Teater), in seine Obhut und in sein Haus auf. Dort fühlte er
sich besonders zu dem Sohn seiner Gasteltern, Edvard Collin,
hingezogen, den diese Zuneigung jedoch eher befremdete und der diese
nicht erwiderte. Eine enge Freundschaft verband ihn mit der jüngsten
Tochter Louise Collin. Von der Theaterdirektion unterstützt und durch
König Friedrich VI. gefördert, konnte er von 1822 bis 1826 bei Rektor
Meissling eine Lateinschule in der kleinen Provinzstadt Slagelse
besuchen, von 1826 bis 1828 eine weitere Lateinschule in Helsingør und
anschließend die Universität Kopenhagen.
Erste Werke und Reisen Am Ende seiner Schulzeit entstand das Gedicht „Das sterbende Kind“, in
dem der Autor die Welt aus den Augen eines kleinen Kindes beschrieb.
Diese Perspektivwahl wurde später typisch für sein literarisches
Schaffen. Das Gedicht wurde in mehreren Sprachen veröffentlicht.
Andersen verliebte sich in Riborg Voigt, die Schwester seines
Studienfreundes Christian Voigt. Allerdings war sie bereits einem
anderen Mann versprochen. Ihren Abschiedsbrief bewahrte er zeitlebens
in einem Ledersäckchen auf, man fand ihn nach seinem Tod beim Autor.
Nach der Heirat Riborgs unternahm Andersen mehrere Reisen nach
Deutschland, England, Italien, Spanien und in das Osmanische Reich.
Unter dem Einfluss der italienischen Landschaft entstanden die ersten
Vorformen der „Kleinen Meerjungfrau“. Die Beschreibung der Welt in dem
gleichnamigen Märchen zeigt deutlich die italienischen Einflüsse.
Auf seinen insgesamt 30 großen Reisen kam er 32 Mal nach Dresden und 15
Mal nach Maxen bei Dresden, wo er seine Freunde, die Mäzenen Friederike
und Friedrich Anton Serre besuchte. Dort schrieb er auch: „Des Herzens
Sonnenschein in Sachsen, er strahlt am schönsten doch in Maxen“.
Spätere Jahre In seinen späten Jahren war er mit vielen bekannten Frauen befreundet:
Henriette Wulff, Tochter des Kommandeurs und Gönners P.F. Wulff, ferner
Sophie Ørsted, Tochter des Entdeckers des Elektromagnetismus Hans
Christian Ørsted, und Jenny Lind, auch „die schwedische Nachtigall“
genannt, die er sehr verehrte. Allerdings blieb er lebenslang
unverheiratet. Mit Edvard Collin verband ihn jedoch auch nach dessen
Heirat im gegenseitigen Einvernehmen eine Freundschaft auf Distanz.
In der Wissenschaft wird kontrovers diskutiert, ob Andersen homosexuell
gewesen sei. Diese Diskussion begann schon im 19. Jahrhundert und wurde
1901 mit dem Artikel „Hans Christian Andersen: Beweis seiner
Homosexualität“ von Carl Albert Hansen Fahlberg (unter dem Pseudonym
Albert Hansenin) in Magnus Hirschfelds „Jahrbuch für sexuelle
Zwischenstufen“ erstmals vertieft. Jüngere Untersuchungen haben
versucht, in Andersens Märchen und Romanen insbesondere das Thema der
homoerotischen Maskierung herauszuarbeiten.[2]
Andersen starb siebzigjährig als international verehrter und
anerkannter sowie hochdekorierter Künstler am 4. August 1875 in
Kopenhagen und wurde dort auf dem Assistens Friedhof beigesetzt.
Andersen schrieb mehr als 160 Märchen in acht Bänden. Dabei bearbeitete
er Volksmärchen, bis sie seinen literarischen Ansprüchen genügten und
von Kindern verstanden werden konnten.
WerkeBerühmt wurde Hans Christian Andersen durch seine zahlreichen Märchen wie
* „Die Prinzessin auf der Erbse“
* „Des Kaisers neue Kleider“
* „Die Schneekönigin“
* „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“
* „Die kleine Meerjungfrau“
* „Die Galoschen des Glücks“
* „Das Feuerzeug“
* „Das hässliche Entlein“
* „Der standhafte Zinnsoldat“
* „Des Kaisers Nachtigall“
die bereits um 1840 in unterschiedlichen deutschen Übersetzungen
erschienen. Angelehnt an dänische, deutsche und griechische Sagen und
historische Begebenheiten, dem Volksglauben verbunden und inspiriert
von literarischen Strömungen seiner Zeit, schuf Andersen so die
bedeutsamsten Kunstmärchen des Biedermeier. Andersens Märchen sind
nicht nur zeitlos; sie gehören mittlerweile zur Weltliteratur.
Weniger bekannt sind viele seiner 156 weiteren Märchen. Auch die
autobiografischen Texte, Novellen, Dramen, Gedichte und Reiseberichte,
die von seinem Schaffensreichtum zeugen, führen ein Schattendasein.
Auch als Romancier ist Anderson kaum bekannt: 1835 erschien sein erster
Roman „Der Improvisator“, den er während eines Italien-Stipendiums
schrieb, 1848 „Die beiden Baroninnen“, eine Waisenkind-Geschichte.
In den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts fand der junge
Dichter in Deutschland größere Anerkennung als in seinem eigenen
Vaterland. Sein Roman „Der Improvisator“ (1835) erschien bald in
deutscher Übersetzung. Obwohl Andersen immer Dänisch schrieb, wurde die
erste seiner veröffentlichten Autobiografien, übersetzt als Das Märchen
meines Lebens ohne Dichtung, 1846 auf Deutsch herausgegeben. (Erst 1855
erschien seine große dänische Autobiografie, Mit Livs Eventyr.)
Ein Band mit mehreren kleineren Prosaschriften, deren dänische
Originaltexte erst später gedruckt wurden, erschien 1860 in Leipzig als
Aus Herz und Welt.
Auf einer Deutschlandreise im Jahre 1831 lernte Andersen den Dichter
und Naturforscher Adelbert von Chamisso kennen, der ein eigenes Gedicht
in Andersens Stammbuch schrieb[3] und später einige Gedichte Andersens
ins Deutsche übersetzte:[4]
* Improvisatoren, Roman 1835 (dt. Der Improvisator, 1835)
* Eventyr, fortalte for børn, Kunstmärchen 1835–1848 (dt. Märchen, für Kinder erzählt, 1839)
* O.T., Roman 1836 (dt. O.T., 1837)
* Kun en Spillemand, Roman 1837 (dt. Nur ein Geiger, 1847)
* Den nye Barselstue, Komödie 1845 (dt. Die neue Wochenstube, 1853)
* Ahasverus, Epos 1847 (dt. Ahasver, 1847)
* De to Baronesser, Roman 1849 (dt. Die zwei Baronessen, 1848)
* I Sverrig, Reisebuch 1851 (dt. In Schweden, 1851)
* Historier, Erzählungen und Märchen 1852 (dt. Geschichten, 1909)
* Mit Livs Eventyr, Autobiographie 1855 (dt. Das Märchen meines Lebens, 1847)
* Lykke-Peer, Roman 1870 (dt. Glücks-Peter, 1871)
Andersen-PreiseDer wichtigste internationale Kinderbuchpreis wurde nach ihm benannt: Hans Christian Andersen-Preis.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. September 2009 um 21:48 Uhr |
|
|
|
|
|
|